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Was macht eine Führungskraft im „neuen Normal“ eigentlich aus?

Noch immer haben viele ein Bild eines allwissenden Superhelden im Kopf. Doch das ist ein Bild aus einer anderen Zeit. In einer Welt, die so komplex ist und die immer schneller „dreht“, ist die Vorstellung, dass eine einzelne Person die Antworten auf die Herausforderungen hat, schlicht lachhaft. Nicht nur das, dieses Bild ist nicht nur ineffektiv, es ist auch gefährlich. Ein Unternehmen braucht keine Helden. Es braucht radikale Interdependenz.

Interdependente Führungskräfte machen einige Dinge ganz anders als traditionelle, heldenhafte Führungskräfte. Sie setzen Ziele anders und sie haben ein ganz anderes Verhältnis zu anderen Leuten.

Beginnen wir mit dem ersten Unterschied.

Ein Held setzt meist dringende, individuelle Ziele, welche von den Einzelnen erreicht werden können. Interdependente Führungskräfte orientieren sich an wichtigen Zielen, welche ein Unternehmen oder eine Person allein nicht erreichen kann.

Der zweite Unterschied ist ihre Bereitschaft, diese Ziele zu verkünden, bevor sie einen Plan haben.

Der Held dagegen legt sein mit Bedacht erstelltes Ziel erst offen, wenn der Weg, es zu erreichen, klar ist. Interdependente Führungskräfte wollen, dass andere Leute ihnen helfen. Darum sind ihre Ankündigungen oft Einladungen zur Mitgestaltung und ein Ruf nach Unterstützung.

Der dritte Unterschied im Blick.

Wenn Sie Ziele haben, die Sie nicht allein erreichen können und von denen Sie jedem erzählt haben, werden Sie unweigerlich beim dritten Unterschied ankommen. Es ist dies, wie sie andere Menschen sehen, sowohl innerhalb des Unternehmens als auch außerhalb.

Helden betrachten Andere entweder als Konkurrenten oder Anhänger. Helden wollen keinen Input, denn sie wollen alles kontrollieren Und sie suchen Anerkennung. Dies erkennen wir leicht in einem typischen Helden-Meeting. Helden halten gerne Reden. Die Leute lehnen sich zurück auf ihren Stühlen, beeindruckt vielleicht, aber nicht eingebunden. Interdependente Führungskräfte wissen wiederum, dass sie andere Leute brauchen. Darum hören Sie mehr zu, als dass sie reden. Sie wollen verstehen und nicht Recht haben, sie fördern Lösungsdenken und lassen keinen Raum für Ausreden – respektvoll und doch klar im Umgang mit den Anderen. Dem gemeinsamen Ziel verpflichtet und nicht dem eigenen Ego.

Wieso beharren viele auf dieser Heldenkultur und wieso arbeiten wir nicht stärker zusammen?

Weil Interdependenz um einiges schwieriger ist, als ein Held zu sein. Sie setzt Offenheit, Transparenz und Verletzlichkeit voraus, und dafür wurden traditionelle Führungskräfte oft nicht ausgebildet. Denn es geht hier um die innere Haltung und die Selbstführung, nicht um Führungstools.

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